Nicht auf Augenhöhe

Trainerduell | FOTO: HENRIK MARTINSCHLEDDE

FUSSBALL: Bezirksligaderby Tur Abdin – St. Gabriel 0:5
 
VON MARKUS SCHUMACHER

Gütersloh. Die Fußballer von St. Gabriel Gütersloh kommen ihrem Saisonziel in der Staffel 2 der Bezirksliga immer näher. Die Elf vom Ostfeld gewann am Samstag das Lokalderby bei Tur Abdin Gütersloh mit 5:0. "Die Marke von 40 Punkten ist bald erreicht und der Klassenerhalt so gut wie sicher", resümierte Spielertrainer Jarek Tarnowski nach dem Pflichtsieg am Kamphof.

Die Platzherren stehen nach der 15. Niederlage dagegen vor dem Abstieg. Die Mannschaft von Trainer Hazni Ergun konnte dem Gegner nicht auf Augenhöhe begegnen und blieb die Tauglichkeit für die 8. Liga schuldig. Erstmals spielte das Kellerkind mit Viererkette, doch gegen die schnellen Gäste hatte die Abwehr meist nur das Nachsehen. Die ersten Gegentreffer fielen allerdings nicht durch Fehler. Das 0:1 durch Jakob Erdmann (15.) resultierte aus einer Ecke. Den zweiten Gegentreffer hätte Schiedsrichter Thomas Pöhlert (Detmold) wegen einer Abseitsstellung von Navid Schabizadeh (39.) nicht anerkennen dürfen.

Die Platzherren stehen nach der 15. Niederlage dagegen vor dem Abstieg. Die Mannschaft von Trainer Hazni Ergun konnte dem Gegner nicht auf Augenhöhe begegnen und blieb die Tauglichkeit für die 8. Liga schuldig. Erstmals spielte das Kellerkind mit Viererkette, doch gegen die schnellen Gäste hatte die Abwehr meist nur das Nachsehen. Die ersten Gegentreffer fielen allerdings nicht durch Fehler. Das 0:1 durch Jakob Erdmann (15.) resultierte aus einer Ecke. Den zweiten Gegentreffer hätte Schiedsrichter Thomas Pöhlert (Detmold) wegen einer Abseitsstellung von Navid Schabizadeh (39.) nicht anerkennen dürfen.
 

Am Sieg von St. Gabriel Gütersloh gab es vor 80 Zuschauern indes nichts zu rütteln. Bei einem Chancenverhältnis von 15:1 war er mehr als verdient. "Das Ergebnis hätte noch höher ausfallen können, weil wir ein einfaches Spiel hatten", sagte Jarek Tarnowski , der mit dem Auftritt seiner Elf nicht zufrieden war. Für Tur Abdin hatte er ein Lob übrig: "Die haben gut gekämpft und die Punkte nicht so einfach hergeschenkt."

Die Entscheidung in der einseitigen Partie fiel nach dem Seitenwechsel, als St. Gabriel noch einen Gang zulegte und sich die Defensive von Tur Abdin endgültig auflöste. "Das Ergebnis geht in Ordnung. Wir haben versucht mitzuspielen", bilanzierte Tur-Spielertrainer Ergun, der wieder einmal mit dem letzten Aufgebot in das aramäische Derby gehen musste.

Tur Abdin Gütersloh: Talyak – Seifert (60. M. Gök), Deja, Ergun, M. Cilgin – Aygün, Tastekin – I. Cilgin, Acar, Dag – J. Gök (46. M. Aksoy).

St. Gabriel Gütersloh: Demir – Akcay, M. Cilgin, Gün, Erdogmus – Celik (31. Martina), Erdmann – Brummel (61. Barslibo), Tarnowski, Ivanovic – Schabizadeh (79. Ghneim).

Tore: 0:1 (15.) Erdmann, 0:2 (39.) Schabizadeh, 0:3 (54.) Brummel, 0:4 (70.). Tarnowski, 0:5 (82.) Erdmann.

 

(Neue Westfälische vom Montag, den 30. April  2012)

 

Dem Abstieg nahe

Gütersloh. Tur Abdin Gütersloh steht vor dem zweiten Abstieg aus der der Fußball-Bezirksliga. Der Drittletzte in der Staffel 2 verlor am Samstag das Kreisduell gegen SW Marienfeld mit 0:4 - und auch die Randerscheinungen am Kamphof ließen keine Hoffnungen auf einen Verbleib in der 8. Liga aufkommen.

Tur Abdins Spielertrainer Hazni Ergun sprach nach dem enttäuschenden Auftritt seiner Schützlinge deutliche Worte: "Es ist traurig, dass nur acht Spieler pünktlich am Treffpunkt sind, andere unentschuldigt fehlen und wir den Rest noch zusammen telefonieren müssen. So geht das einfach nicht." Schon an den beiden Trainingsabenden in der Woche zuvor hätte er nur jeweils fünf Spieler begrüßen können. "Die Vorbereitung auf dieses wichtige Spiel war deshalb alles andere als gut. Trotzdem geben wir nicht auf und hoffen weiter auf den Klassenerhalt."
 

Die Anfangsphase der sehr schwachen Begegnungen ging an die Platzherren. Metin Cilgin ließ in der 13. Minute die große Chance zur Führung aus, als er eine Foulelfmeter verschoss. "Das war der erste Nackenschlag für uns", sagte Ergun. Den zweiten notierte der Coach mit dem 0:1 für Marienfeld durch Serhat Can (33.) und den dritten mit dem 0:2 (44.) durch Sonad Taner. Zumindest Ergun stemmte sich aber weiter gegen die drohnede Niederlage und hielt die 90 Minuten trotz muskulärer Probleme durch.

 

Nach der Pause verloren seine Mitspieler allerdings nahezu alle Zweikämpfe, redeten nicht mehr miteinander und stellten schließlich den Spielbetrieb endgültig ein. Den Gästen reichte deshalb eine allenfalls durchschnittliche Leistung. "Schon in einer nur etwas besseren Form hätten wir den Gegner schlagen können", ärgerte sich Ergun.

Die Schwarz-Weißen, die weit von ihrer normalen Leistungsstärke entfernt waren, konnten die Partie nach dem 1:0 nach Hause schaukeln. "Wir haben von einem schwachen Gegner profitiert und sind glücklich über die vier Tore", räumte Trainer Thomas Ostermann ein. Gleichwohl ließ seine Elf sogar noch einige gute Torchancen aus und verpasste sogar einen höheren Sieg.

Tur Abdin Gütersloh: Talyak - Deja - C. Acar (46. Benjamin Aydin), Ergun, M. Cilgin - Seifert, Aksoy, Ilio, Tastekin - Acar, I. Cilgin.

SW Marienfeld: Loddenkemper - Lahme, Pietrzyk, Taner, Kamprath - Jedra (63. Caklo), Rempel - Kan, Ciflik - Esen, Cyllok.

Tore: 0:1 (33.) Serhat Can, 0:2 (44.) Taner, 0:3 (50.) Ciflik, 0:4 (89.) Esen.

 

(Neue Westfälische vom Montag, den 16. April  2012)

 

Von Emotionen geprägt

Gütersloh  (WB).  Die Aufholjagd von Tur Abdin Gütersloh hat einen herben Dämpfer erlitten. Im Derby gegen die Aramäer Gütersloh verliert der Fußball-Bezirksligist vor über 400 Zuschauern mit 1:3 (0:0). Nach Wochen der Hoffnung stehen die Gütersloher wieder kurz vor dem Abgrund - und das an einem der emotionalsten Tage des Kamphof-Klubs.

Das sonst so prestigeträchtige Duell der Dauerrivalen steht dieses Mal ganz im Zeichen des Abschieds. Nach der Trauerfeier am vergangenen Donnerstag gedenken vor dem Anpfiff viele ehemaligen Mitspieler ihrem verstorbenen Kollegen Yuhannes Gök.
»Wir sind über den Tod meines Bruders sehr bestürzt. Aber wir danken allen, die uns den Abschied erleichtert haben«, sagt Andreas Gök in einer Ansprache, während der Yuhannes Göks Söhne ein Bild ihres verstorbenen Vaters in den Händen halten. Der 35-Jährige hatte sowohl für die Tur Abdiner als auch für die Aramäer das Trikot getragen. Die Spieler laufen mit einem Transparent ein, das ihren einstigen Mit- und Gegenspieler zeigt. Es ist der fußballerische Abschied ihres Kameraden. »Das war sehr schön, wie wir uns nochmal von Yuhannes verabschieden konnten«, zeigt sich auch Tur-Trainer Hobel Gültekin gerührt. Dann wird es sportlich: Das Spiel ist gerade im ersten Abschnitt von den Eindrücken geprägt, beide Teams erspielen sich nur wenige Chancen. Die beste vergibt Yukan Das für die Aramäer, als er einen Kopfball an die Latte setzt. »Nach dem Wechsel waren wir jedoch noch konsequenter und haben auch die Tore gemacht«, freut sich Aramäer-Spielertrainer Görgis Keles, der persönlich den Startpunkt setzt. Spätestens mit dem 3:0 ist das Derby entschieden.

»Es ist schon verdient. Wir müssen sehen, dass wir wieder aufstehen«, so Gültekin, dessen Team dringend Punkte gegen den drohenden Abstieg benötigt. Mit nun 31 Zählern und drei siegreichen Partien im Rücken brauchen sich die Aramäer Gütersloh darüber erstmal keine Gedanken mehr machen. Görgis Keles: »Es sieht nun schon sehr gut aus. Besonders in der Offensive sind wir momentan bärenstark.«

 

Aramäer Gütersloh: Dilmenc - Hark (78. Dering), Schiller, Singendonk, Igrek - Büyükdag (72. T. Aksoy), Demircan (60. M. Aydin) - Bulut, Martinez - Keles, Das.

Tur: Talyak - Tastekin - Deja, M. Aksoy - P. Aygün, Ergun, Aygun (56. Glander), M. Cilgin (29. Seifert) - Acar, I. Cilgin (61. Akbaba), Dag.

Tore: 1:0 Görgis Keles (51.), 2:0 Yukan Das (71.), 3:0 Thomas Aksoy (84.), 3:1 Yuhannes Tastekin (90.).

 

(Westfalen Blatt vom Dienstag, den 10. April 2012)

 

Trauernachricht

 

Danke

Aus unserem Leben mussten wir dich schweren Herzens gehen lassen. Doch in unserer Lebensmitte bist du unsterblich. Wir leben mit den unzähligen schönen Erinnerungen, die wir sammeln durften. Du hast tiefe Spuren in unseren Herzen hinterlassen. Dafür sind wir unsagbar dankbar.

Wir trauern um unseren Bruder, Freund und Kameraden Yuhannes.

Unser herzlichstes Beileid gilt seiner Familie.

 

 

 

 

 

 

Gök weiter in Lebensgefahr

Aramäischer Fußballer ringt mit dem Tod – Kreisvorsitzender gesteht falsche Entscheidung

Yuhannes Gök liegt mit schwersten Kopfverletzungen in der Bielefelder Spezialklinik Gilead.
Foto: Daniel Moßbrucker
Dienstag, 03. April 2012 - 07:09 Uhr
Von Daniel Moßbrucker und Christian Bröder

Kreis Gütersloh (WB). Tiefe Bestürzung und Fassungslosigkeit bei der Fußball-Szene im Kreis Gütersloh: Zwei Tage nach seinem tragischen Unfall schwebt Yuhannes Gök, langjähriger Spieler und Trainer bei zahlreichen Vereinen, weiter in Lebensgefahr. Der Fußball-Kreisvorsitzende Reinhard Mainka gestand unterdessen ein: Mit dem Ausschlagen der Bitte mehrerer Vereine, ihre Spiele abzusetzen, habe man nicht glücklich gehandelt. Yuhannes Gök war am vergangenen Samstag bei Gartenarbeiten in Harsewinkel aus einem Baum auf den Betonboden gestürzt und hatte sich lebensgefährliche Kopfverletzungen zugezogen. Der Rettungshubschrauber hatte den Vater von zwei Söhnen (neun und sechs Jahre) in die Bielefelder Spezialklinik Gilead gebracht. Dort ringt der 36-Jährige seitdem mit dem Tod. Die behandelnden Ärzte hätten gegenüber Angehörigen erklärt, dass nur noch ein Wunder das Leben von Yuhannes Gök retten könnte.

»Darauf warten wir, dafür beten wir«, erklärte gestern Jacob Dag, Sportlicher Leiter des Fußballklubs Tur Abdin Gütersloh, für den Gök selber lange Jahre aktiv war. Der Klub vom Gütersloher Kamp-hof ist einer von vier Vereinen, die ihre Spiele am vergangenen Wochenende aufgrund des tragischen Unglücksfalls spontan absagen wollten. Auch die Aramäer Gütersloh, Suryoye Verl und Schwarz-Weiss Marienfeld wollten ihre Partie im Angesicht tiefer Betroffenheit nicht durchführen und ersuchten bei offizieller Stelle um eine Absetzung.

Die Bitten waren bei Norbert Flaskamp, Staffelleiter der Bezirks- und Kreisliga, eingegangen. Nach Rücksprache mit Reinhard Mainka, dem Vorsitzenden des Fußballkreises Gütersloh, sowie Friedhelm Spey vom Verbands-Fußball-Ausschuss wurde jedoch nur im Fall der Marienfelder Seniorenmannschaften eine offizielle Absage gewährt. Dem Verein, für den Gök bis vor einigen Wochen noch als Trainer der zweiten Mannschaft tätig gewesen ist. Die Bemühungen der drei aramäischen Klubs wurden abgelehnt, was dort für Empörung gesorgt hatte. »Ich finde es wirklich traurig, dass wir am Wochenende Fußball spielen mussten. Darauf konnte sich doch keiner konzentrieren. Das war ein falsches Signal«, sagte gestern Jacob Dag. Keiner habe sich am Wochenende in der Lage gefühlt, in dieser Situation einfach zur Tagesordnung überzugehen. Seinen Klub Tur Abdin hat Yuhannes Gök, der auch für den FC Gütersloh aktiv gewesen ist, immerhin zwischen 2001 und 2009 als Spielertrainer in die Bezirksliga geführt. Er gilt als sportliche Heimat des Aramäers.

»Im Nachhinein ist es vielleicht eine falsche Entscheidung gewesen, bei Tur Abdin auf die Durchführung des Spiels zu pochen. Bei den anderen beiden Vereinen ist das allerdings nicht so. Wir müssen irgendwo eine Grenze ziehen, und Marienfeld ist nunmal der direkt betroffene Verein«, gesteht Reinhard Mainka ein, zumindest im Fall von Tur Abdin nicht ganz richtig gehandelt zu haben. Gleichwohl hätte man keine Einzelperson zum Fußballspielen gezwungen. Eines eint den Gütersloher Kreisvorsitzenden gestern Abend mit den aktiven Sportlern – tiefe Betroffenheit! »Dieser tragische Unglücksfall hat mich bestürzt. Es ist sehr bedauerlich. Natürlich tritt der Fußball bei solch einer Sache total in den Hintergrund.«

 

(Westfalen Blatt vom Dienstag, den 03. April 2012)

 

Zwischen Trauer und Empörung

   

Alle für einen: Vor dem Anpfiff versammeln sich Spieler, Trainer und Betreuer von Tur Abdin, um an ihren Freund Yuhannes Gök zu denken. Das Team will zwar nicht antreten, erkämpft sich schließlich jedoch ein Remis - es wird Gök gewidmet . Fotos: Daniel Moßbrucker

Unglück von Yuhannes Gök versetzt Fußballer in Schockstarre- nur eine Partie abgesagt

 

Gütersloh (WB). Ein tragisches Unglück erschüttert die Gütersloher Fußballszene. Yuhannes Gök, langjähriger Spieler und Trainer bei vielen Vereinen im Kreis, schwebt nach einem Unfall in Lebensgefahr. Viele Klubs wollten daher gestern ihre Spiele absagen, was Norbert Flaskamp nur in einem Fall gestattete. Für diese Entscheidung erntete der Staffelleiter harsche Kritik.
 
Die Vereinsoffiziellen befanden sich gestern in einem Zustand zwischen Trauer und Empörung. Die Nachricht von Göks Unfall hat die gesamte Szene in Schockstarre versetzt. Gök war am Samstag bei Gartenarbeiten aus einem Baum gestürzt und hatte sich schwere Kopfverletzungen zugezogen.Er wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Betheler
Tur Abdin schafft Remis gegen Türk Sport

Das Spiel, das bei Tur Abdin Gütersloh keiner spielen will, endet mit einer Überraschung:
Das Kellerkind der Fußball-Bezirksliga ein achtbares 1:1 (1:0). Damit bleiben die Kamphof-Buben auch im dritten Spiel der Rückrunde ungeschlagen. Den zweiten Coup nach dem Sieg in Rheda verpasst die Truppe um das Trainerduo von Hobel Gültekin und Hazni Ergun dabei nur knapp. Nach einem Eckball kommt der Bielefelder Karahan frei zu Schuss. Bis dahin geht die Mauertaktik der Gütersloher auf, nachdem Ergun in der 17. Minute die überraschnede Führung erzielt hatte. Jacob Dag könnte noch vor der Pause erhöhen (42.), zudem wird den Aramäern ein Elfmeter verweigert (29.). Aufgrund der drückenden Gäste hätten sich die Gütersloher aber auch nicht über eine Niederlage beschweren dürfen. Gültekin ist dennoch zufrieden: >>Für diese Situation haben die Jungs das toll gemacht.<<
Tur Abdin Gütersloh: Talyak - Tastekin- Deja, Aksoy-Aygün, Aygun, I.Cilgin (56.Seifert), M. Cilgin (72.Aydin) - J.Acar, Ergun( 84. C.Acar), Dag.
Tore: 1:0 Hazni Ergun (17.), 1:1 Hüseyin Karahan (6
Krankenhaus geflogen. »Die Ärzte haben uns mitgeteilt, dass ihn nur noch ein Wunder retten kann«, sagte Tur Abdin Güterslohs Vorsitzender Yilmaz Gün. Gök hatte den Verein 2001 und 2009 als Spielertrainer in die Bezirksliga geführt und hatte lange Jahre ein Vorstandsamt bei Tur Abdin inne. Zuletzt trainierte der 36-jährige Familienvater die Reserve von Schwarz-Weiss Marienfeld. Auch für den FC Gütersloh war Gök einst am Ball gewesen. »Dass Yuhannes Gök so gut wie nicht mehr unter uns weilt, hat uns schwer getroffen. Wir haben alle Spiele der Senioren abgesagt«, sagte Marienfelds Fußball-Obmann Heino Dreier. Norbert Flaskamp, Staffelleiter der Kreis- und Bezirksliga, genehmigte dies in Absprache mit dem Kreisvorsitzenden Reinhard Mainka. Auch die Aramäer Gütersloh, Tur Abdin und Suryoye Verl wollten ihre Partien verlegen. »Ich habe Sonntagmorgen zweieinhalb Stunden wegen dieser Anfragen telefoniert. Gemeinsam mit Reinhard Mainka und Friedhelm Spey vom Verband haben wir dann wertneutral entschieden, dass wir den Anfragen nicht stattgeben dürfen«, erläuterte Flaskamp im Gespräch mit dieser Zeitung. Das Trio habe eine Grenze ziehen müssen, schließlich sei nur Marienfeld wegen Göks Trainertätigkeit direkt betroffen gewesen. Die Partie SW Marienfeld-TuS Hillegossen ist für den 19. April neu angesetzt worden. Flaskamp: »Das ist ein tragisches Unglück. Aber der Fußball kann darauf nicht immer Rücksicht drauf nehmen.« Die aramäischen Vereine aus Gütersloh reagierten empört auf die Entscheidung der Offiziellen. Durch das Unglück fühlten sich viele Spieler nicht in der Lage, Fußball zu spielen. »Wenn der Sport wichtiger wird als die Gesundheit, dann läuft etwas falsch. Herr Flaskamp sollte sich öffentlich entschuldigen«, forderte Gün. Auch die Aramäer Gütersloh äußerten Unverständnis. Sie hatten sich mit Canlar Bielefeld auf einen Ausweichtermin geeinigt, mussten aber antreten. »Ich war lange mit Yuhannes befreundet. Wir sollten alle menschlich bleiben, schließlich sind wir keine Profis. Es geht hier nicht um alles, es ist unser Hobby«, sagte Aramäer-Spielertrainer Görgis Keles. Auch Jarek Tarnowski, Spielertrainer bei St. Gabriel Gütersloh, war erschüttert: »Yuhannes und ich sind ein Jahrgang, wir haben beide zwei Söhne. An solchen Tagen merkt man, wie unwichtig Fußball ist.«
 
In Lebensgefahr: Der bekannte und
beliebte Yuhannes Gök
 
 
(Westfalen Blatt vom Montag, den 02. April 2012)
 
 

 

Mauertaktik geht auf

FUSSBALL: Bezirksligaderby FSC Rheda – Tur Abdin 0:1

Zweikampf | FOTO: MARKUS SCHUMACHER

Rheda-Wiedenbrück. Die Fußballer von Tur Abdin Gütersloh stemmen sich mit aller Macht gegen den Abstieg aus der Staffel 2 der Bezirksliga. Der 1:0-Sieg beim FSC Rheda ließ das Kellerkind um einen Platz auf Rang 13 in der Tabelle klettern. "Wir leben noch", jubelte Spielertrainer Hazni Ergun nach dem Derbyerfolg: "Jetzt brauchen wir noch neun Siege zum Klassenerhalt."

Die Mauertaktik der Gütersloher ging gestern auf. Die schnelle Führung durch Petrus Aygün (3.) verteidigten sie geschickt bis zum Abpfiff. "Der Sieg war verdient", sah auch FSC-Trainer Hans Grundmann die Vorteile beim kampfbetont aufspielenden Gast. "Die Moral hat gestimmt, und mit dem Sieg haben wir ein echtes Zeichen gesetzt", lobte Ergun seine Schützlinge, die nach seiner Ansicht "konditionell noch nicht bei einhundert Prozent sind."

 

 

 

Die Partie hatte nur wenige Höhepunkte. Nach der Führung verpasste Jakob Acar das 2:0 (12.). Die Platzherren wurden erst durch diese Aktion wach gerüttelt. Die Initialzündung blieb allerdings aus, trotz optischer Überlegenheit erspielten sie sich erst spät wenige Torchancen. "Die Konter hätten wir einfach besser ausspielen müssen", bemängelte Grundmann die inkonsequente Spielweise seiner Mannschaft. Den richtigen Schwung auf das Tor des Gegners übte der FSC erst nach der Einwechselung von Andre Dirksen aus. Der Ergänzungsspieler hatte den Ausgleich zweimal auf dem Schuh (76. und 84.). Der Sturmlauf verpuffte in der Schlussphase jedoch endgültig.

Der unter Beobachtung stehende Schiedsrichter Timo Kramp (Bielefeld) hatte die Partie sicher im Griff. Drei Platzverweise musste der Unparteiische aussprechen. Die Rote Karte gab es für Tur-Spieler Aho Ilio, der in der 65. Minute einen Zuschauer beleidigt haben soll. Drei Minuten später sah der Rhedaer Frederik Benjamin die Gelb-rote Karte, nachdem er den gegnerischen Torwart gefoult hatte. Wegen fehlender Schienbeinschoner war er zuvor verwarnt worden. Nach wiederholtem Foulspiel sah zudem Gästespieler Christoph Glander die Ampelkarte (86.).

Platzverweis | FOTO: MARKUS SCHUMACHER

 

 

 

   
FSC Rheda: Reichert – Hermelbracht, Heinrich (75. A. Dirksen), I. Dirksen, R. Monert –Schmolke,
Aslan (62. Dann) – Turica, Sen, Coskun – Benjamin.
 
Tur Abdin Gütersloh: Talyak – Deja, Aksoy, Tastekin – Ergun, Glander, P. Aygün, Ilio, Cilgin (64. Aydin) – Acar,
Dag (82. Seifert).
 
Tor: 0:1 (3.). P. Aygün.
 
 
(Neue Westfälische vom Montag, den 26. März 2012)
 
 

Ergun jubelt dank Dag

Tur Abdin erkämpft sich nach 0:2 einen Zähler, der dennoch zu wenig ist

Gütersloh (dm). Durch einen Last-Minute-Treffer noch einen Punkt im Abstiegskampf gerettet. Das klingt super, aber für den angeschlagenen Fußball-Bezirksligisten Tur Abdin ist das 2:2 (1:2) gegen Mitkonkurrent Augustdorf eigentlich viel zu wenig.
Angesichts der fast aussichtslosen Lage von nun mehr neun Punkten war ein Gütersloh Sieg eigentlich Pflicht. Entsprechend verhalten fällt die Freude des neuen Spielertrainers Hazni Ergun nach Spielschluss aus . >> Klar freuen wir uns, das wir noch den Ausgleich gemacht haben. Aber uns helfen nur drei Punkte<<, weiß der Routinier. Immerhin: Die Moral beim krisengebeutelten Klub ist intakt. Nach dem raschen 0:2-Rückstand wachen die Kamphof-Buben auf und suchen ihr Heil in der Offensive. Der Anschlusstreffer durch Petros Aygün ermutigt Tur Abdin weiter. >>Plötzlich haben wir an uns geglaubt<<, freut sich Ergun. Sein Team bekommt nach dem Wechsel die zweite Luft und ist spielbestimmend. Der späte Ausgleich durch Jacob Dag ist aufgrund des Zeitpunkts zwar glücklich, aber die Aramäer verdienen sich den Punkt. Die Aufgabe, die Ergun im Winter übernommen hat, ist gewaltig.
>>Wir sind nicht eingespielt<<, hadert der Coach. Durch eine - gelinde gesagt - dürftige Trainingsmoral hat Ergun zudem wenig Möglichkeiten, seine Elf spielerisch nach vorne zu bringen. Dennoch: In Rheda wollen die Gütersloher etwas mitnehmen.

 
Tur Abdin Gütersloh:
Talyak- M.Aygün, Deja, Glander - Aksoy (46.Aydin), Aygün, Tastekin, M.Cilgin (63.Dag)- Ergun- Acar,Ilio (75.G.Katalanc).

Tore: 0:1/0:2 (15./20.), 1:2 Petros Aygün (38.), 2:2 Jacob Dag (90.
 
(Westfalen-Blatt vom Montag, den 19. März 2012)

Später Jubel: Tur Abdins neuer Spielertrainer Hazni Ergun (links) herzt den Torschützen Jacob Dag       Foto: Daniel Moßbrucker

 

Es geht wieder los!

Sehr geehrte Tur Abdiner, liebe Sportsfreunde.

Die Fußball-Winterpause in der Bezirksliga endet und wir können uns auf spannende Spiele freuen. Unsere 1. Mannschaft spielt morgen (18.03.2012) um 15:00 am Kamphof gegen den FC Augustdorf. Auch für unsere 2. Mannschaft geht es los in die Rückrunde. Um 12:30 empfangen wir den Gegner aus St. Vit am Kamphof.

Wir hoffen auf eure zahlreiche Unterstützung in diesen zwei wichtigen und  richtungsweisenden Spielen.

Einen sportlichen Gruß Tur Abdin Gütersloh
 
Hazni Ergun startet morgen mit seiner Mannschaft in die Rückrunde.

 

Schicksalsspiel für Tur Abdin

Die große Unbekannte.. Schafft der Vorletzte (acht Punkte) doch noch die Wende?
>> Ich muss zugeben, dass ich mit der Truppe nicht da bin, wo ich sein wollte<<, beklagt der neue Spielertrainer vor allem eine schlechte Trainingsmoral.
Häufig waren nur sieben Akteure dabei. In der Pause sind neben Ergun noch Jacob Acar, Michael Aksoy, Christoph Glander sowie Patrick Benjamin an den Kamphof gewechselt. Letzterer ist für eine Tätlichkeit aber jüngst zu einer elfmonatigen Sperre verdonnert worden.  Ergun: >>Wir glauben trotzdem an uns. Die Hoffnung stirbt zuletzt.<<
Der Auftakt gegen Augustdorf ist ein Schicksalsspiel.
 
 
(Westfalen-Blatt vom Samstag, den 17. März 2012)

 

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